Bei der Feier auf dem Platz vor dem Savaria Nagyszálló, die von der Honderű Tischgesellschaft in Zusammenarbeit mit mehreren lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen organisiert wurde, um der Opfer der Diktatur zu gedenken, hielt auch Gergely Prőhle, der Direktor unserer Stiftung, eine Rede. Er blickte zurück auf die Verhaftung von Béla Kovács am 25. Februar 1947, die den Beginn der Zerschlagung der ungarischen Demokratie markierte. Er wies darauf hin, dass der Kommunismus nicht nur im physischen Sinne zerstörerisch wirkte, sondern auch Gemeinschaften und Familien auseinanderriss. Er zitierte Adam Michniks warnende Worte: „Das Schlimmste am Kommunismus ist das, was danach kommt.“ Er wies darauf hin, dass man zwar das tatsächliche Leiden der Opfer der Diktatur niemals relativieren dürfe, aber die Auswirkungen eines autoritären Systems können auch nach seinem Sturz im öffentlichen Leben und im persönlichen Denken weiterleben, weshalb es unsere gemeinsame Verantwortung sei, die Vergangenheit aufzudecken und die Wahrheit auszusprechen. Er ging auch näher auf die Schwierigkeiten ein, mit denen Szombathely im 20. Jahrhundert zu kämpfen hatte: Er sprach über die Vertreibungen und die Maßnahmen gegen die lokalen Gemeinschaften. Er erinnerte an József Mindszenty, dessen geistiges Erbe die kommunistische Macht zu zerstören versuchte, sowie an den in Szombathely geborenen János Brenner, der 1957 Opfer der Terrorherrschaft wurde. Die Gedenkfeier endete mit einer Kranzniederlegung an der Gedenktafel in der Király Straße.
Das Programm wurde am Abend im Vortragssaal des Archivs des Komitats Vas fortgesetzt, wo Gergely Prőhle einen Vortrag mit dem Titel „Der Antikommunismus von Otto von Habsburg” hielt. Er zeigte auf, dass Otto von Habsburg den Kommunismus nicht nur als politisches System betrachtete, sondern als totalitären Versuch, Freiheit, Religion und Menschenwürde zu negieren. Er erwähnte auch die Unterstützung der ungarischen Revolution von 1956 und seine Überzeugung, dass der Grund für die endgültige Niederlage des Systems das Verlangen der menschlichen Seele nach Freiheit sei.
Die Veranstaltungen in Szombathely dienten somit sowohl der würdigen Erinnerung als auch einem tieferen Verständnis der historischen Zusammenhänge.



