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Das Versprechen eines Neuanfangs

Knut Abraham analysierte im Deutschen Bundestag verschiedene Lehren aus der jüngeren Geschichte der bilateralen Beziehungen sowie die Perspektiven nach den ungarischen Parlamentswahlen. In seiner kurzen Ansprache würdigte er zudem Otto von Habsburg und lobte die Arbeit unserer Stiftung.

Das Versprechen eines Neuanfangs

Knut Abraham analysierte im Deutschen Bundestag verschiedene Lehren aus der jüngeren Geschichte der bilateralen Beziehungen sowie die Perspektiven nach den ungarischen Parlamentswahlen. In seiner kurzen Ansprache würdigte er zudem Otto von Habsburg und lobte die Arbeit unserer Stiftung.

Knut Abraham, der seine Karriere als Kollege von Otto von Habsburg begann und nach mehreren Jahrzehnten im diplomatischen Dienst seit 2021 als Abgeordneter der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag tätig ist, sprach am 16. April im Unterhaus des Bundesparlaments während der Aktuelle Stunde, einem Format, das der Diskussion aktueller politischer Themen gewidmet ist. Im Mittelpunkt stand dabei die am vergangenen Sonntag abgehaltene ungarische Parlamentswahl (Ungarn nach der Wahl – Neue Chance für Europa), wobei die Vertreter der Fraktionen in kurzen Redebeiträgen ihre Standpunkte darlegten.

Der Politiker, der sich bestens mit mitteleuropäischen Angelegenheiten auskennt, sprach im Namen der CDU/CSU und betonte zu Beginn, dass die Bronzetafel zum Gedenken an das Paneuropäische Picknick an der Nordostecke des Reichstags ein Symbol des historischen und kollektiven Gedächtnisses sei, in dem die Geschichte der Wiedervereinigung Europas verkörpert sei. Gleichzeitig diene die Gedenktafel auch als Erinnerung daran, dass die deutsch-ungarischen Beziehungen – ihr breiterer bilateraler Rahmen – dialektischer Natur seien: geprägt von der Dynamik der Annäherung und der Entfremdung und daher in ständigem Bedarf an Widerauffrischung, Beachtung und neuen Impulsen.

Der Abgeordnete für die Niederlausitz brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass nach der jüngsten Abstimmung ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern sowie in Ungarns Verhältnis zur Europäischen Union aufgeschlagen werden möge. Er wies zudem darauf hin, dass die Kanäle des Dialogs auch in weniger günstigen Zeiten offengeblieben seien. Der Redner betonte die Bedeutung einer Zusammenarbeit, die über alltägliche politische Differenzen hinausgeht, und verwies dabei auf Otto von Habsburg, einen der Schirmherren des Paneuropäischen Picknicks, das oft als „entscheidender Moment“ in den modernen deutsch-ungarischen Beziehungen angesehen wird und dessen intellektuelles und politisches Erbe heute von unserer Stiftung bewahrt wird.

Zum Abschluss seiner Ausführungen erklärte Knut Abraham, dass wir nun vor einer außergewöhnlichen Chance für einen Neuanfang stünden, der mit großer Verantwortung verbunden sei. Durch die wissenschaftliche Erforschung des Werks von Otto von Habsburg und die Bewahrung seines Erbes leistet unsere Stiftung – im Bewusstsein dieser Verantwortung – weiterhin einen Beitrag zur Stärkung der bilateralen Beziehungen und zur Vertiefung der Zusammenarbeit sowohl in Mitteleuropa als auch im weiteren europäischen Kontext.