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Schüler debattieren in Eger über die Entthronung des letzten Königs

Mit Unterstützung unserer Stiftung fand am 18. April 2026 an der Katholischen Universität Károly Eszterházy in Eger das nationale Finale des Geschichtswettbewerbs für Sekundarschüler unter dem Titel „Was haben uns die Habsburger hinterlassen?“ statt.

Schüler debattieren in Eger über die Entthronung des letzten Königs

Mit Unterstützung unserer Stiftung fand am 18. April 2026 an der Katholischen Universität Károly Eszterházy in Eger das nationale Finale des Geschichtswettbewerbs für Sekundarschüler unter dem Titel „Was haben uns die Habsburger hinterlassen?“ statt.

Der Wettbewerb wurde vom Institut für Geschichte der Universität anlässlich des 500. Jahrestags der Thronbesteigung der Habsburger in Ungarn organisiert. Ziel der Veranstaltung war es, Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, sich auf Grundlage aktueller historischer Forschung differenziert mit dieser Epoche auseinanderzusetzen.

Mehr als fünfzig Dreierteams hatten sich für den Wettbewerb angemeldet. Die acht besten Teams qualifizierten sich anhand der Ergebnisse der schriftlichen Runden für das Finale. Die Teilnehmer kamen aus einem breiten geografischen Spektrum – aus ganz Ungarn sowie aus den ungarischen Gemeinschaften jenseits der Landesgrenzen.

In der Endrunde mussten die Teilnehmer eine Reihe komplexer Aufgaben lösen, die Quellenanalyse, chronologisches Wissen und historisches Argumentationsvermögen erforderten. Besonderes Augenmerk galt der Person Kaiser und König Karls von Österreich-Ungarn sowie der Absetzung der Habsburger in der Zwischenkriegszeit.

Als besonders spannend erwies sich eine strukturierte Debattenübung, bei der die Teams eine parlamentarische Diskussion simulierten und zu der Frage Stellung bezogen. Dabei vertraten sie entweder die Position von Ministerpräsident István Bethlen, der die Gesetzgebung zur Entthronung der Habsburger-Dynastie unterstützte, oder jene von Graf Albert Apponyi, der sich dagegen aussprach. Ihre Argumente untermauerten sie jeweils mit historischen Belegen.

Endergebnisse:

  1. Platz – Dobó-István-Gymnasium (Eger)
  2. Platz – Selye-János-Gymnasium (Komorn)
  3. Platz – Lévay-József-Reformiertes Gymnasium (Miskolc)

Die Otto-von-Habsburg-Stiftung war in der Jury durch Szilveszter Dékány (Hauptmitarbeiter der Sammlung) vertreten.

Neben den Auszeichnungen der Universität erhielten die Siegerteams zusätzliche Zulassungspunkte für ein Hochschulstudium. Darüber hinaus stiftete die Stiftung Sonderpreise als Anerkennung für die herausragenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler.

Wir gratulieren den Siegerteams, ihren Lehrkräften sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihrer hervorragenden Arbeit während des gesamten Wettbewerbs.

Fotos: István Princz