Am 7. Oktober veranstalteten das Liszt-Institut Paris und der Campus Dijon der Sciences Po eine Podiumsdiskussion, bei der unser stellvertretender wissenschaftlicher Direktor gemeinsam mit Jacques Rupnik, einem renommierten Mitteleuropa-Forscher, den internationalen Kontext und die politischen Folgen der ungarischen Revolution vor sieben Jahrzehnten beleuchtete. Anknüpfend an seine bisherigen Forschungen ging Fejérdy dabei auch auf die Beziehungen Otto von Habsburgs zu Spanien ein.
Die Diskussion stieß sowohl bei Studierenden als auch bei älteren Teilnehmern, die die Ereignisse von 1956 als Kinder miterlebt hatten, auf großes Interesse. Ulysse Manhes, Dozent an der Hochschule und politischer Philosoph mit Schwerpunkt Mitteleuropa, sowie Paolo Modugno, wissenschaftlicher Berater am Campus Dijon, regten ein Programm an, das sich mit der politischen Bedeutung Otto von Habsburgs und seinem Engagement für Europa befassen soll. Für dessen Umsetzung halten sie die Zusammenarbeit mit unserer Stiftung für unerlässlich. Weitere Einzelheiten sollen in naher Zukunft abgestimmt werden.
Am folgenden Tag hielt Gergely Fejérdy am Institut national des langues et civilisations orientales (Inalco) in Paris gemeinsam mit Catherine Horel, die auch bei unserer jüngsten Konferenz als Referentin aufgetreten war, einen Vortrag. Er beleuchtete die Reaktionen in Frankreich auf die Revolution von 1956 und das Schicksaal der ungarischen Flüchtlinge und ging dabei auf die Rolle unseres Namensgebers sowie auf die größeren geopolitischen Zusammenhänge des Kalten Krieges ein. Unter den Zuhörern befanden sich Pascale Andréani, ehemalige französische Botschafterin in Ungarn, sowie zahlreiche Nachkommen ungarischer Emigranten.
Während seines Aufenthalts in Paris traf unser Kollege den Berater des Vorstandsvorsitzenden des Französischen Instituts für Internationale Beziehungen (Institut français des relations internationales – Ifri), der zugleich Vorsitzender des 1978 gegründeten Österreichisch-Französischen Zentrums für Annäherung in Europa (Centre Franco-Autrichien pour le Rapprochement en Europe) ist. Bei dem Gespräch wurden Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit erörtert und die französisch-ungarischen Kontakte unserer Stiftung weiter ausgebaut.

