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Von der Grenzöffnung zur europäischen Einheit – Otto von Habsburg in Sopron

Am 10. September wurde im Archiv von Sopron, einer Außenstelle des Ungarischen Nationalarchivs, eine Ausstellung über Otto von Habsburg eröffnet. Neben den wichtigsten Meilensteinen im Leben unseres Namensgebers beleuchtet sie seine Rolle in der europäischen Politik und seine Verbindungen zu Sopron.

Von der Grenzöffnung zur europäischen Einheit – Otto von Habsburg in Sopron

Am 10. September wurde im Archiv von Sopron, einer Außenstelle des Ungarischen Nationalarchivs, eine Ausstellung über Otto von Habsburg eröffnet. Neben den wichtigsten Meilensteinen im Leben unseres Namensgebers beleuchtet sie seine Rolle in der europäischen Politik und seine Verbindungen zu Sopron.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr präsentiert die Otto-von-Habsburg-Stiftung eine Ausstellung im Archiv von Sopron. Im April wurde dort anlässlich des Todestages von Kaiser und König Karl eine Ausstellung eröffnet, die an das Leben des Vaters unseres Namensgebers und seine Verbindungen zu Sopron erinnerte. Einige Monate später steht nun das Leben und Vermächtnis seines Sohnes, Otto von Habsburg, im Mittelpunkt – diesmal im Zusammenhang mit einem weiteren Jahrestag von besonderer Bedeutung für die Geschichte Soprons.

Der Zeitpunkt der Eröffnung im September steht in engem Zusammenhang mit den Ereignissen von 1989: Am 11. September öffnete Ungarn seine Westgrenze für ostdeutsche Flüchtlinge. Als Schirmherr des Paneuropäischen Picknicks spielte Otto von Habsburg selbst eine wichtige Rolle bei den Entwicklungen, die zum Fall des Eisernen Vorhangs und zur Überwindung der Teilung Europas führten.

Bei der Eröffnung begrüßte Róbert Fiziker, Direktor des Archivs von Sopron, die Anwesenden. In seiner Ansprache hob er Otto von Habsburgs Vaterlandsliebe und sein Engagement für Mitteleuropa hervor und betonte, dass er sich während seiner jahrzehntelangen Zeit im Exil konsequent für die Interessen Ungarns und der Völker der Region eingesetzt habe.

Ciprián Farkas, Bürgermeister von Sopron, ging auf die Verbindungen Otto von Habsburgs zur Stadt ein und hob die Bedeutung des Paneuropäischen Picknicks hervor. Er betonte, dass in dessen politischem Denken nationales Engagement und europäische Zusammenarbeit einander verstärkende Werte gewesen seien und dass sein Lebenswerk eng mit der Entstehung eines freien und geeinten Europas verbunden gewesen sei.

Gergely Prőhle, Direktor unserer Stiftung, erinnerte daran, dass Otto von Habsburgs politisches Ziel nicht darin bestanden habe, das ehemalige Reich wiederherzustellen, sondern ein vereintes Europa zu schaffen. Als Mitglied des Europäischen Parlaments setzte er sich konsequent für die hinter dem Eisernen Vorhang lebenden Nationen ein, weshalb die Öffnung der Grenze im Jahr 1989 für ihn ein Ereignis von großer persönlicher Bedeutung war.

Im Anschluss an die Begrüßungsreden stellte Bence Kocsev, wissenschaftlicher Mitarbeiter unserer Stiftung, die Ausstellung vor. Anhand der wichtigsten Stationen im Leben Otto von Habsburgs zeichnet die Ausstellung den Weg nach, auf dem der ehemalige Thronfolger zu einem engagierten Verfechter der europäischen Einheit und zu einem ihrer politischen Wegbereiter wurde.

Die Ausstellung kann bis Ende 2026 nach vorheriger Terminvereinbarung im Archiv von Sopron besichtigt werden.