Anlass seines Aufenthalts war die Verleihung des Ludovika-Preises durch die Nationalen Universität für den öffentlichen Dienst im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 13. Mai. Der Preis wurde vom Senat der Universität ins Leben gerufen, um herausragende Persönlichkeiten Mitteleuropas zu ehren, deren Lebenswerk und öffentliches Wirken wesentlich zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und zur Förderung des europäischen Gedankens beigetragen haben.
Im Rahmen der Preisverleihung würdigte Gergely Prőhle das politische und intellektuelle Vermächtnis Wolfgang Schüssels und hob insbesondere dessen enge Verbundenheit mit Ungarn und Mitteleuropa hervor. In seiner Laudatio griff er einen Gedanken Schüssels auf, der dessen politischen Charakter und seine öffentliche Haltung treffend zum Ausdruck bringt: „Aktiver Optimismus schöpft seine Kraft daraus, der Zukunft im Voraus Vertrauen zu schenken.“
Während seines Aufenthalts in Budapest besuchte Wolfgang Schüssel auch die Otto-von-Habsburg-Stiftung. Dabei erhielt er Einblicke in ausgewählte Höhepunkte unserer Sammlung sowie in kürzlich erschlossene Dokumente und Artefakte. Das Treffen bot zudem eine ausgezeichnete Gelegenheit, über die aktuellen Herausforderungen Europas und die Rolle des historischen und kulturellen Erbes bei der Gestaltung der Zukunft des Kontinents zu sprechen.
Wolfgang Schüssel – der bereits Ehrengast unseres ersten Otto-Abendessens im Jahr 2019 war und unsere Stiftung seither mehrfach besucht hat – verfolgte mit großem Interesse unsere Präsentation zur aktuellen Entwicklung der Sammlung sowie zu den wissenschaftlichen Aktivitäten der Stiftung. Anerkennend äußerte er sich über die Arbeit, die der Bewahrung und Weitergabe des geistigen Erbes Otto von Habsburgs gewidmet ist.